Meine Lieblingslektüre vom Meister Akif Pirinçci
Es gibt nur einen angeborenen Irrtum, und es ist der, dass wir da sind um glücklich zu sein. (Schopenhauer)
"Mal ehrlich, erwies sich die Sexualität nicht immer wieder als eine
verdammt nerven- und kräftezehrende Angelegenheit, die den Aufwand
im Vergleich zu der erzielten Wonne nur selten lohnte?"
(Francis (S.47), als er versucht einer Kastration etwas Gutes abzugewinnen)
"Geschlechtsverkehr gehört doch eher zum Vergnügungsrepertoire
gewöhnlicher Zeitgenossen, die einfach zu blöd und zu faul waren,
um einfach ein Buch zu lesen, und sich stattdessen zwanghaft mit ihren
Genitalien und den daraus entspringenden hirnlosen Amüsement beschäftigen"
(Francis S.47)
Francis über einen ungeschickten menschlichen Zeitgenossen und das Internet:
"Nachdem er beim Snowboarden mehrmals in Gletscherspalten gestürzt und diverse Bergwachten wegen der kostspieligen Rettungsaktionen in Konkurs getrieben, sich beim Inlineskaten beide Arme und Beine, bedauerlicherweise jedoch nicht das Genick gebrochen und sich durch exzessives Piercing irreparable Schäden an der Afterschließmuskulatur zugezogen hatte, ist er ans Internet-Surfing geraten. Angeblich Kommunikation total, quasi der Puff des Wissens schlechthin, halte ich diese Errungenschaft für das Überflüssigste, was der Mensch geschaffen hat. Daten und solch bedeutsame Botschaften wie Geburtstagsgrüße werden so lange um den Globus hin und her gemailt, bis der Info-Depp vor dem Monitor ganz den Grund seines Anliegens vergessen hat. Gerade wollte er sich über ein seltenes Erz kundig tun, fünf Stunden später stellte er plötzlich fest, dass er durch Querverweise das Genital von Tümmlern studiert oder tiefgründiges mit einem einbeinigen Sambatänzer aus Sao Paulo austauscht. Reine Zeitverschwendung!"
Endlich!! – Jetzt halte ich es in meinem Händen, dank dem lieben Markus, der es mir zu Weihnachten geschenkt hat.
"Mein allgemeines Befinden schwankte zwischen dem einer fleischgewordenen Schlaftablette und der Glückseeligkeit einer erleuchteten Hindu-Kuh." (Francis, S. 7)
Nach Francis ist "der Bindfaden des Respekts" der Miniaturausgabe des "Bandes der Liebe", welches zwei Lebewesen verbinden kann. (S. 9)
Eine geniale Wortschöpfung aus Francis Maul: Bauchansatz-Paranoia (S. 12)
"Es bereitet mir schon einige Mühe, die Quantenmechanik zu verstehen - aber die Menschen..." (S.12)
(Francis, nachdem er von seinem Herrchen aus dem Toilettenfenster in den kalten Schnee geschupst worden war)
Dennoch und ausgerechnet in dieser brenzligen Situation meldete sich meine alte, achso selbstzerstörerische Leidenschaft, meine verdammte Neugier. (Francis, S. 23)
Francis (S. 34), eifersüchtig und neidisch auf die Jugend:
"Der Kerl war nicht nur schön, sonder auch noch klug. Womöglich sang er auch noch wunderschön Oper oder konnte mit Apfelsinen jonglieren"
Verrückte sind dafür bekannte verrückte Dinge zu tun. (Francis, S. 36)
"Nein, ich wollte gar nichts mehr hören! Ich wollte, dass dieser ganze böse Planet zerbarst, sich in seine Atome auflöste und dann endlich für immer Stille einkehrte."
(Francis (S. 88) nach einem Bericht über abscheulichste Tierquälerei)
Kater Blaubart über die Erfüllung von Wünschen (S. 113):
"Wünsch dir was in die eine Pfote und scheiß in die andere und guck dann nach, in welcher du was findest!"
Francis beim Anblick des wegen der Börsennachrichten heulenden Archie (S. 119):
"Dass allerdings ein Trottel wie Archie, der mit Geld etwa so souverän umgehen konnte wie ein Säufer mit einem Schnapslager, je auf die Idee verfallen konnte, ausgerechnet in der Aktienlotterie sein Glück zu versuchen, versetzte der Behauptung, der Mensch sei ein denkendes Wesen, einen empfindlichen Schlag."
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Der Büchergutschein als Geburtstagsgeschenk von den Eltern den meines Freundes, macht mich im Juli 2004 endlich zur stolzen Besitzerin des neuen Buchen über den Abendteurer Francis |